Donnerstag, 16. März 2017

Buchrezension "Schattenkrone"

"Schattenkrone" ist der erste Band des Fantasy-Epos "Royal Blood" geschrieben von Eleanor Herman.

"Macht ist nichts, was du kampflos erreichst. 
Und Magie ist nichts, was dich verwundbar macht." 



Klappentext
Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind und das Böse an den Rändern der Welt erwacht...  Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden. Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr, als sie ahnen.

Was ist am Ende stärker? Das Schicksal? Die Magie? Oder deine Feinde?

Eleanor Herman
ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Gekonnt verwischt sie die Grenzen 
zwischen historischen Skandalen und epischer Fantasy, um in Royal Blood die Geschichte 
des brillantesten Herrschers aller Zeiten neu zu erzählen - 
Alexander des Großen.



Mein Fazit



Die historischen Heldentaten von Alexander dem Großen vereint mit den mystischen Legenden und Sagengestalten der griechischen Antike und verfeinert mit einem guten Schuss Magie.
Dieser Genremix nennt sich Schattenkrone und ist der erste Band der Jugendbuchreihe Royal Blood, geschrieben von Eleanor Herman.

Schattenkrone führt den Leser ins Jahr 340 vor Christi Geburt zurück. Alexander schnuppert die erste Luft als zukünftiger Herrscher über Makedonien, aber noch sitzen seine Eltern auf dem Thron. Besonders seine Mutter Olympias verbreitet eine angsteinflößende, magische Aura im Palast. Beide geben dem jungen Alexander und seinen Halbgeschwistern kaum liebevolle elterliche Zuneigung. Darum holt sich der Prinz den verstoßenen Jungen Hephaistion genannt Heph an den Hof, mit dem ihm seit Jahren eine treue, liebevolle und feste Freundschaft verbindet. Die Ereignisse nehmen mit Beginn des berühmten Blutturniers ihren Lauf. Plötzlich tritt Katerina in das Leben von Alex. Sofort bemerken beide eine innige Verbundenheit miteinander. Doch die junge Dame hütet ein Geheimnis und hat einen schrecklichen Auftrag zu erfüllen. Wird sie einen Keil zwischen die Männerfreundschaft mit Heph treiben und welche Rolle spielt Alex Halbschwester Cynane dabei? Außerdem befinden sich Gäste am Hof. Aesarische Fürsten, einst Feinde des makedonischen Hauses. Hängt dieser Frieden an einem seidenen Faden? Und weit weg, im fernen Lydien, bekommt Zofia , die Nichte Königs Shershahs die Nachricht verkündet, dass Prinz Alexander der geeignetste Junggeselle auf dem königlichen Heiratsmarkt ist.    

Schattenkrone hat mich gut unterhalten. Die Idee, Antike mit Magie zu verbinden, finde ich super. Herausgekommen ist ein lesenswerter Roman,  der mir einige Stunden gute Unterhaltung beschert hat.
Der allerdings auch einige Schwachstellen bietet.
Lange Zeit störte mich die Zeitform „Präsens“, welche die Autorin gewählt hat. Es macht die Geschichte unrund und die Gegenwartsform tut nicht wirklich viel für das Buch.
Die Hauptdarsteller wechseln zu schnell ihre Zukunftsperspektive. „Heute hier, morgen dort“ bekommt in Schattenkrone eine sprichwörtliche Bedeutung. Dadurch werden angekündigte Handlungsstränge viel zu schnell abgehandelt, was leider oft den Spannungsbogen unterbricht. Ähnlich einem fulminant angekündigten Feuerwerk, verpufft zur kleinen, unscheinbaren Flamme. Schade, einige Szenen hätten deutlich besser herausgearbeitet werden müssen. Auch die Sympathie einiger Hauptdarsteller leidet darunter.

Ich bewerte das Buch mit 3 Sternen (eigentlich sind es eher 3,5 Sterne) und gebe eine Leseempfehlung, denn ein Fehlkauf war Schattenkrone auf keinen Fall. Im Gegenteil, ich freue mich sogar auf die Fortsetzung.
Allerdings sollte sich der Leser auf die oben erwähnte Kritik einstellen. Wem dies gelingt, kann sich auf eine antike Reise begeben, bei dem die alten Götter und Mythen ihren Platz in der Welt verdient haben. Viel Vergnügen! 


Die Daten zum Buch



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