Montag, 2. September 2019

Bamboo Urn

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Heute möchte ich Euch Bamboo Urn vorstellen.


Bamboo Urn (Quelle Bamboo Urn)

Bamboo Urn hilft Tierbesitzern dabei, dem Haustier ein würdiges und naturnahes Begräbnis zu ermöglichen. Auch wenn es schwierig ist und man den Gedanken gerne vor sich herschiebt, ist es besser, vorbereitet zu sein und sich zu informieren. So kann man im Falle eines Falles so reagieren, dass das Tier würdevoll begraben werden kann und nicht würdelos und anonym in der Tierverwertungsanstallt oder bei einer Sammelverbrennung endet. 


Unsere Kaninchen





Ulle, Lienchen, Sammy, Milka und Elton.
Sie haben alle etwas gemeinsam. Sie sind leider schon über die sinnbildliche Regenbogenbrücke gehoppelt und haben uns hier, in unserer Trauer um sie, alleine gelassen.

Man denkt nicht gerne darüber nach.
Aber was tut man, wenn das geliebte Haustier irgendwann stirbt? 

Bamboo Urn  hilft! (Quelle Bamboo Urn)

Wer ist Bamboo Urn?
Die Karlsruher Manufaktur  bietet Bio-Tierurnen aus Bambusrohren an, die mit viel Liebe zum Detail in Handarbeit gefertigt werden.

Warum Bambusrohre?
Sie sind ein Naturprodukt, welches im Boden zu 100% biologisch abbaubar ist. Bambus speichert deutlich mehr CO2 als Holz und hat als nachwachsende Resaource eine gesunde Ökobilanz.

Was ist das Besondere an Bamboo Urn? 
Aus der Bamboo-Urn wächst, basierend auf dem Cradle to Cradle-Prinzip (Von der Wiege zur Wiege), nach dem Vergraben ein Lavendelbäumchen.



Besonders für Kinder ist diese Art von Tierbestattung besonders geeignet, da sie so den Abschied besser verarbeiten können und etwas haben, das sie erinnert. Das Lavendelbäumchen, das wächst und gedeiht, zeigt den Kreislauf des Lebens und ist eine schöne Erinnerung an das liebe Tier. 




Was tun? Meine Gedanken zu Bamboo Urn:

  • Zuallererst finde ich die Idee super, auch wenn ich für alle Tierbesitzer hoffe, dass ihr Liebling noch lange bei ihnen bleibt. Zu sehen wie ein Lavendelbäumchen stellvertretend den Platz des Tieres einnimmt, ist ein schöner Gedanke für mich. 
  • Darum freue ich mich, dass ich dieses Konzept vorstellen darf. Weitere Einzelheiten: 
  • Im Falle eines Falles bietet Bamboo Urn 4 Urnengrößen an, die angepasst. auf das Körpergewicht des Tieres, bestellt werden können. Auf folgender Internetseite kann man sich über Größe und Preise der Urnen informieren: Auswahl Urnen.
  • Ich habe mich ernsthaft gefragt, wie man eigentlich an die Asche von seinem Tier kommt. Hier bleibt wohl nur der Gang zu einem Tierkrematorium übrig, von denen es leider in Deutschland nur wenige gibt. Erkundigt Euch über das Internet, wo sich das nächstgelegene Tierkrematorium befindet.
  • Lieder kommen zusätzlich noch die Verbrennungskosten auf den Tierbesitzer zu. Das Krematorium in meiner Nähe verlangt hier Preise (nach Körpergewicht gestaffelt) zwischen 60 und 270 Euro bei Sammeleinäscherungen oder zwischen 100 und 350 Euro für die Einzeleinäscherung. 
  • Dem Tierbesitzer bleibt es anschließend selbst überlassen, ob er die Urne im eigenen Garten vergräbt oder dafür einen Platz auf einem Tierfriedhof erwirbt. 
  • Zusätzliche Infos zu Bamboo Urn: Die Asche wird durch ein Loch in der Urne eingefüllt. Der winterharte Lavendel wird mit der Pflanztablette mitgeliefert und wächst dann erst mal in der Urne im mitgelieferten Substrat. Ansonsten im normalen Boden oder in der Blumenerde, wo die anderen Pflanzen auch gedeihen. 

Von einem Leben ins nächste - Bamboo Urn


Mittwoch, 28. August 2019

Buchrezension "Zeit zum Überleben - Zukunft"


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Ganze drei Jahre mussten wir Leser auf die Fortsetzung der Dystopie „Zeit zum Überleben“ warten. Leider konnte ich mich nur noch bruchstückhaft an den Inhalt des ersten Bandes erinnern. So las ich  einfach mal darauf los. Kein Problem, ruck zuck war ich wieder mittendrin im Geschehen.  Selbst Neueinsteiger, die gleich zu „Zukunft“ greifen möchten, werden klarkommen, ganz bestimmt.

Zum Inhalt:
Jessica, Marc und die schwer misshandelte Nixi haben nach der verheerenden Virusepidemie in dem Städtchen Espoir eine neue Heimat gefunden. Die erhaltene mittelalterliche  Infrastruktur, diverse Utensilien des ortsansässigen Museums, sowie ein paar Nutztiere könnten ihnen das Überleben im Winter sichern. Doch noch gibt es zuwenig Bewohner, um die anfallenden Arbeiten zu stemmen. Besonders handwerkliche Fachkräfte werden dringend gebraucht. Mit einem eigens erfundenen „Inserat“, gasgefüllten Luftballons mit Einladungskarten, versuchen sie andere Überlebende anzulocken. Sie bieten allen Arbeitswilligen eine gesicherte Unterkunft und genug zu essen. Das Vorhaben gelingt, die ersten Interessenten trudeln ein. Unter ihnen ist Jessica`s höchstpersönlicher Alptraum, ein Mensch, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Doch sie muss Kompromisse eingehen, denn  vor den Stadttoren lauert eine noch viel größere Gefahr. Eine Bande ehemaliger schwerstkrimineller Gefängnisinsassen macht sich auf den Weg nach Espoir. Und ihren Weg pflastern sie mit Mord, Gewalt und Folter….



Meine Meinung:
Zuerst einmal überraschte mich Lara mit der Tatsache, dass „Zukunft“ bereits der finale Abschlussroman der Dystopie ist.  Keine Ahnung, ob er schon immer als Zweiteiler geplant war. Ich bedauere das, denn für mich ist das Ende noch nicht ganz rund. Warum? Hmmm, das ist schwer zu erklären. Ich versuche es mal:

Das Rahmenprogramm stimmt. Die Überlebenden müssen sich in einer Welt ohne Elektrizität, mit banalen Hilfsmitteln der frühesten Landwirtschaft, zurechtfinden. Dieses Szenario wurde gut recherchiert und mit Hilfe des Städtchens Espoir glaubwürdig umgesetzt. Dass genau die Arbeitskräfte auftauchen, deren Beruf gerade am dringendsten benötigt wird, mag vielleicht etwas märchenhaft rüberkommen – aber Wunder und Fügungen haben durchaus ihre Berechtigung in der heutigen und zukünftigen Zeit. Darüber möchte ich hinwegsehen.


Lara Greystone vermittelt, wie schon mehrfach in ihrem „Unsterblich Geliebt“ – Zyklus, den Schmerz sexuellen Missbrauchs. Allerdings konfrontiert sie den Leser in fast jedem Kapitel damit. Andere Seelennöte, beispielsweise der Verlust eines Ehepartners, bzw. Kindes  wurden so in den Hintergrund gedrängt, dass Lara nur einen Nebensatz für diese Informationen übrig hatte. Ich kritisiere die Einseitigkeit des geschilderten Schmerzes. Um diese kurz erwähnten Begleitumstände aufzuarbeiten, hätte es eventuell einer Fortsetzung bedurft. Und eigentlich interessiert mich das weitere Schicksal der Gruppe noch immer. Wie kommen sie über den Winter? Bleibt die Gruppenharmonie erhalten? Wir werden es nicht mehr erfahren. Schade um den frühen Schlussstrich.



Ich gebe eine Leseempfehlung. Den Leser erwartet eine nicht ganz so düstere Dystopie, Liebesgeschichte inklusive.
Ich möchte den zweiten Teil mit 4 Sternen bewerten.



Die Daten zum Buch

  • Ebook (Printausgabe mit 202 Seiten)
  • Verlag: neobooks
  • Preis: Kindle 1,99 Euro zum Einführungspreis - später 2,99 Euro 
  • Das Buch ist in weiteren Onlinebuchhandlungen erhältlich





Freitag, 23. August 2019

Buchrezension "Wolgakinder"

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Wolgakinder

Die zarte Romanze zwischen dem kauzigen Lehrer Jakob Bach und seiner Schülerin Klara Grimm beginnt wie im Märchen. Doch die eingeschworene Gnadentaler Dorfgemeinschaft, Nachfahren deutscher Immigranten nach Russland, billigt diese skandalöse Beziehung nicht. Als sie ihnen die rechtmäßige Eheschließung verweigern, zieht sich das Paar auf Klaras elterliches Anwesen zurück, einem kleinen versteckten Einsiedlerhof am anderen Flussufer der Wolga. Dort fristen sie fortan ein entbehrungsreiches, mit schwerer Arbeit verbundenes, einsames Leben. Die folgenden Schrecken und Nöte des ersten Weltkrieges bekommen die beiden nur ganz am Rande mit. Doch auch sie werden späte Opfer dieses Grauens und plötzlich steht Bach vor den Scherben seines Lebens. Die geliebte Frau tot, das kleine Bündel Mensch in seinen Armen hilflos, kpl. auf ihn angewiesen. An der Seite von Bach sind Annchens Kinderjahre voller Höhen und Tiefen, voller Improvisationen, neuen Ideen, etlichen Überlebenskämpfen… Als Wassja zu ihrer kleinen Gemeinschaft stößt, beginnt eine Epoche mit ganz neuen Herausforderungen, aber auch mit Glück und Freude. Und während die Wolga im stetigen Jahresrhythmus  gefriert, auftaut und wieder gefriert, verändert ein Mann namens Stalin das Leben der Wolgadeutschen für alle Zeiten…
  

Dieser ungewöhnliche Geschichtsunterricht über die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen hat mich sehr bewegt. Gusel Jachina ist ein Roman gelungen, den ich gerne weiterempfehlen möchte. Er überzeugte neben der Sprache und Handlung durch einen ganz besonderen Clou, den ich bisher in keinem anderen Buch fand: Wenn Bachs Geschichte an die Grenze menschlicher Logik gelangte, half sich Gusel mit Märchenelementen weiter. Diese magische Integration gelang deshalb so gut, weil ihre Buchcharaktere von Anfang an überzogen dargestellt wurden. So genoss ich es regelrecht, wenn Äpfelbäumchen ganzjährig Früchte trugen oder Menschen unter Wasser atmen konnten. Ich fand diese Sequenzen großartig. Aber ich weiß, sie werden nicht bei jedem Leser Anklang finden.


Wolgakinder wurde in 5 Teile gegliedert. In jeweils einem Kapitel pro Abschnitt, taucht ER auf, Stalin. ER, der in diesen Jahren zwischen den Weltkriegen eine Diktatur aufbaute und der mit SEINEN Säuberungen große Not über das Land brachte. Wir erleben in 5 einzelnen Schlüsselszenen, wie ER SEINE Macht festigte, SEINEM Personenkult frönte  und nach Lust und Laune über das Schicksal der Menschen bestimmte. Für mich waren es recht wertvolle Kapitel, schildern sie doch, die Szenen mit Bach ausgenommen,  realistische Geschichte eines Landabschnitts, der untrennbar mit Deutschland verbunden ist und nicht vergessen werden sollte.




Gusel Jachinas Sprache ist blumig und sie beschreibt Details gerne ausführlich. Ein paar Mal sprengte sie jedoch mein Durchhaltevermögen beim Lesen. So wurde beispielsweise eine Billardpartie oder eine Fischfütterung zur Geduldsprobe, bei denen ich die Seiten nur noch oberflächlich überflog. Mein einziger Kritikpunkt in diesem tollen Roman. Er wiegt leider so stark, um einen Bewertungsstern abzuziehen. So gibt es von mir 4 Sterne und trotzdem eine absolute Leseempfehlung. 


Die Daten zum Buch

  • Gebundene Ausgabe: 591 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag
  • ISBN:  978-3351037598
  • 24 Euro in allen gängigen Buch- und Onlinebuchhandlungen

Vielen Dank an Netgalley und den Aufbau-Verlag, 
die mir ein kostenloses Leseexemplar zur Verfügung stellten! 


#Wolgakinder 

#NetGalleyDE 

Sonntag, 21. Juli 2019

Buchrezension "Tierreich"




1898 – 1917 „Tierreich“ erzählt die Geschichte der kleinen Eleonore, die in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Ihre Eltern bewirtschaften einen Selbstversorgerhof in der französischen Provinz. Das karge Leben ist geprägt von schwerer körperlicher Arbeit.  Mühsam ernähren sie ein paar Tiere. Die wenigen erwirtschafteten Erträge reichen gerade so zum Überleben. Eleonores  Vater ist ein wortkarger Mensch. Er kann Gefühle und Emotionen nur schwer zeigen. Die Mutter hadert mit ihrem Leben als Bäuerin, mit ihrem Mann, mit ihrer Tochter. Lediglich ihr krankhafter, bigotter Glauben ist stets präsent. So vergehen die Jahre im gleichbleibenden, lieblosen, toxischen Trott, stets umrahmt vom Dreck und Schmutz des Bauernhofes, sowie den seelischen Grausamkeiten von Eleonores Erzeugerin. Als der Vater dahinsiecht und stirbt, übernimmt sein Neffe die Rolle des Hausherrn, sehr zum Verdruss der Bäuerin. Sie möchte ihn loshaben. Das Schicksal spielt ihr in die Karten, als Marcel zum Kriegsdienst eingezogen wird. Doch er kommt zurück, wenn auch seelisch gebrochen und grausam verstümmelt. Eleonore und Marcel heiraten. Dafür rächt sich die Bäuerin selbst noch durch ihren Tod…



1981: Einst legten Eleonore und Marcel den Grundstein für den Schweinezucht- und Mastbetrieb, der sich aus der kärglichen Landwirtschaft von damals entwickelte. Nun führen ihr Sohn Henri als Patriarch und die beiden Enkel Serge und Joel den Betrieb, eine Sittenkonstellation  von vier Generationen.  Wie 80 Jahre zuvor krankt die Familie an Leib und Seele, verfault von innen. Der giftige Stachel der Bäuerin wurde weitervererbt. Es kriecht in ihr Leben, in den Hof, in ihre Beziehungen… Es wird am Ende alles zerstören…

Jean Babtiste Del Amo vermag Dinge recht nüchtern und sehr detailgetreu zu beschreiben. Das scheint er mit Vorliebe bei Krankheits- und Sterbeprozessen, sowie bei den Ausscheidungen von Menschen und Tieren zu tun. Der Leser wird von diversen Körperflüssigkeiten nahezu überschwemmt. Kaum eine Seite ohne Auswurf, Urin, Gülle oder hormonellen Hinterlassenschaften. Manchmal wollte ich mir nach dem Lesen einfach nur die Hände waschen, so authentisch stellte Del Amo beispielsweise den Schweinestallgeruch dar.



Warum habe ich diesen Roman gelesen, der vor Dreck und unsympathischen Protagonisten nur so strotzte?
Zum einen faszinierte mich das Bild der frühen Landwirtschaft, die so ähnlich auch von meiner Familie praktiziert wurde. Fast schade, als das Buch ins Jahr 1981 switchte. Ich brauchte eine kleine Eingewöhnungsphase für diesen modernen Part, der die Geschichte jedoch gut weiterführte. Wie Leser bekommen außerdem einen interessanten Einblick in die Massentierhaltung, mit all ihren negativen Aspekten.



Zum anderen gab mir Del Amo das Gefühl, dass nur ich hinter die Fassade des Einzelnen blicken durfte, um hinter dessen Geheimnisse und Gedankengänge zu kommen, denn Probleme jeglicher Art wurden im Buch konsequent verschwiegen. Nur der Leser erfährt, wie die Dinge wirklich standen.   Psychologisch spannend und gut umgesetzt. Oft in kleinen Häppchen serviert und manchmal recht spät aufgedeckt, einiges einfach unter den Tisch gekehrt. Ich kann nur sagen: Gut gemacht, Del Amo.

Ich möchte dem Buch die vollen 5 Bewertungssterne geben. Alle, die ihren Ekel überwinden können, sollten diese Familientragödie lesen. Es lohnt sich. Ein Heimatroman der ganz besonderen Art.   


Die Daten zum Buch: 

  • Gebundene Ausgabe 440 Seiten
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • ISBN: 978-3957576866
  • Preis: 26 Euro in allen gängigen Buch- und Onlinebuchhandlungen